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Behinderung -na und!!! (12.03.2010)
„Der erste Eindruck hat keine zweite Chance!“
Oft habe ich diesen Spruch schon zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten zitiert. Jetzt habe ich ganz neue Erfahrung gemacht.
Mehrfachbehinderte machen Radio? Zu den Behinderungen gehören auch Sprachbehinderungen. Da war ich doch ein wenig skeptisch. Als ich mir das erste Märchen, der dicke, fette Pfannekuchen angehört hatte, fiel mir zuerst die Kuh auf.ekwz.de/cms/
Diese „Kuh“ lernte ich dann kennen.
Anita und die anderen Redaktionsmitglieder von Radio Edi, sind selbstbewusste, kreative, fröhliche Menschen. Anfangs war ich der Behinderte unter Ihnen. Was darf ich ihnen sagen? Darf ich sagen:“ Ich habe Sie nicht verstanden?“ Oder ist das eine Tabu?
Zusammen haben wir das Märchen, die Lebenszeiten der Brüder Grimm ausgesucht und vertont.
Nach einigen Redaktionssitzungen wurde mir das gegenseitige Du angeboten, das ich gerne annahm.
Nachdem das vertonte Märchen jetzt online gestellt ist, habe ich als Märchenerzähler einen Abend mitgestaltet. Auch eine Premiere für mich.
Noch nie in meiner zehnjährigen Selbständigkeit als Märchenerzähler hatte ich das Vergnügen in einem Saal voll mit Rollstuhlfahrern zu erzählen. Spätestens nach diesem Abend ist für mich das Motto von dem Radio Edi: Behinderung –na und! klar und nachhaltig auch für mich persönlich erkennbar.
Es sind Menschen wie Du und ich, mit Behinderungen der unterschiedlichsten Art.
Sichtbare Behinderungen.
Meine Behinderung, mich zum Beispiel, unsicher zu fühlen im Umgang mit ihnen, die ist nicht sichtbar.
Bei jedem Treffen im Eduard Knoll Wohnzentrum entdecke ich mehr Sicherheit in mir im Umgang mit diesen Menschen.
So freue ich mich, dass mich das Radio Edi Team eingeladen hat, weiterhin mit ihnen zusammen das Radioprogramm mitzugestalten.
Sie hören von uns!! ekwz.de/cms/





